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Unterstützte Schachvarianten
  Varianten


Es gibt mehrere Schachvarianten, die vom heute gespielten und traditionell gesagten Schach abweichen. Einige werden auf Brettern von verschiedener Grösse, einige auf keinem quadratischen Brett, einige mit anderen Steinen gespielt, und natürlich mit anderen Regeln.

Gegenwärtig wird eine Schachvariante im Klub unterstützt, das Fischer-Random-Schach (anders gesagt Fischerandom, oder Schach960, Chess960).

Bobby Fischer (Robert J. Fischer), der frühere amerikanische Schachweltmeister hat diese Variante 1996 entwickelt. Das Brett und die Steine sind die gleichen, aber die Anfangsstellung ist anders.
Die Bauern stehen auf den 2. und 7. Reihen, wie üblich, die Offiziere reihen sich auf der Grundlinie aneinander, aber zufälligerweise gemischt. Vielleicht stehen auch die Türme nicht in den Ecken.
Sicher ist nur, dass man einen weissfeldrigen und einen schwarzfeldrigen Läufer hat und der König zwischen beiden Türmen steht, um rochieren zu können. Um die Chancen auszugleichen, ist die schwarze Stellung das Spiegelbild der weissen, wie im traditionellen Schach.
Hier spielen die eingelernten Eröffnungen und Varianten keine Rolle, denn es gibt wegen der verschiedenen Lagen der Offiziere 960 verschiedene Grundstellungen.
Die Liebhaber des Fischer-Random-Schachs sagen, dass das Talent und die Kreativität hier viel wichtiger seien, als das Erlernen der Eröffnungen.

Ob das wahr ist, soll jedermann selbst entscheiden: die Möglichkeit ist gegeben, im Klub Fischer-Random-Fernschachpartien per E-Mail zu spielen.

Die folgenden Diagramme zeigen alle der 960 verschiedenen Grundstellungen der Fischer-Random-Schachvariante.
Nur die weisse Figurenstellung wird dargestellt, denn die Lage der Bauern ist unverändert, und die schwarze Position ist das Spiegelbild der weissen.

Grundstellungen 0 - 79
Grundstellungen 80 - 159
Grundstellungen 160 - 239
Grundstellungen 240 - 319
Grundstellungen 320 - 399
Grundstellungen 400 - 479
Grundstellungen 480 - 559
Grundstellungen 560 - 639
Grundstellungen 640 - 719
Grundstellungen 720 - 799
Grundstellungen 800 - 879
Grundstellungen 880 - 959

Die Fischer-Random-Variante hat eine ernste Fachliteratur, eine englischsprachige Beschreibung befindet sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Fischer_Random_Chess.

Das Spiel wurde immerhin akzeptiert. Die erste Weltmeisterschaft wurde 2001 vom Grossmeister Peter Leko gewonnen.

Die originelle Regel von Fischer kann hier angeschaut werden (auf Englisch):
1. Seite
2. Seite
3. Seite
4. Seite

Übrigens hat diese Variante ein vorläufig englischsprachiges, selbständiges Forum: http://www.e4ec.org/forum/viewforum.php?f=12


 
Wilhelm Steinitz

SteinitzEr wurde 1836 in Prag geboren und gilt als der erste Schachweltmeister in den Jahren 1866-1894.
Er hat die Grundlagen des Stellungsspieles geschaffen und gilt deshalb als Begründer des modernen Schachs. Unbestritten hat Steinitz ein neues Kapitel der Schachgeschichte eröffnet. Wegen seiner Sorgfalt und seinem Bestreben nach einem effektivem Spiel waren seine Siege über die größten Angriffsspieler seiner Zeit (Tschigorin und Gunsberg) beinahe abzusehen. Seine Schachphilosophie wurde aber zu seinen Lebzeiten nicht gewürdigt. Die Spieler seiner Zeit haben generell wenig auf die Bauernstruktur und das Stellungsspiel geachtet, im Gegensatz zu Steinitz, der wohl diesen Aspekten eher zu viel Aufmerksamkeit schenkte.
Bei den ersten offiziellen Weltmeisterschaften, 1886 in New York und St. Louis, hat er gegen den Polen Johannes Hermann Zukertort mit 10:5 (bei 5 Remis) gewonnen und wurde damit der erste offizielle Weltmeister. Seinen Titel hat er gegen Isidor Gunsberg und zweimal gegen Michail Tschigorin verteidigt. 1894 hat er seinen Titel gegen Emanuel Lasker verloren.
Nach dem Verlust seines Titels war er in schlechter psychischer Verfassung. Die letzten Tage seines Lebens verbrachte er in einer Nervenheilanstallt in New York, wo er 1900 gestorben ist.
 
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